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Geschichte historischer Musikinstrumente

Der Weg der Musikinstrumente


Saiteninstrumente
Die Menschen waren schon seit jeher von Musik fasziniert, so dass sie früh anfingen, Instrumente zu bauen. Heute können Musikliebhaber die historischen Instrumente in zahlreichen Museen bestaunen. Es ist interessant, wie sich die Musikinstrumente im Laufe der Zeit verändert haben.
Eines der ältesten Musikinstrumente ist die Harfe, die bereits in der Bibel erwähnt wird. Dieses Zupfinstrument fand man bereits etwa 4.000 v. Chr. in Ägypten und Persien. Die Harfe gab es bereits früher in verschiedenen Ausführungen, mit teilweise unterschiedlicher Anordnung der Saiten. Es gab kleine Harfen, die sogenannten Schoßharfen, aber auch sehr große Modelle. Im 18. Jahrhundert wurden dann die Pedalharfen entwickelt.

Weitere alte Zupfinstrumente sind die Laute und die Zither.
  • Die Laute kommt ursprünglich aus dem arabischen Raum, später entwickelte sich daraus die europäische Laute. Hauptsächlich unterteilt man dieses Musikinstrument in Bogen- und Stillauten. Die Laute besteht aus einem birnenförmigen Klangkörper aus Holz und einem Hals mit den Saiten. Je nach Länge des Halses, wird auch zwischen Kurzhals- und Langhalslauten unterschieden.
  • Von der Zither gibt es verschiedene Ausführungen, der eigentliche Ursprung des Zupfinstrumentes ist bis heute umstritten. Bereits im alten Griechenland gab es Vorläufer dieses Saiteninstrumentes, aber auch im asiatischen Raum war dieses Instrument weit verbreitet. Auch im Alpenraum war die Zither sehr beliebt, hier gab es im 16. Jahrhundert bereits die ersten Vorläufer.
    Die Cister ähnelt sehr stark der Laute, sie wurde zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert entwickelt. Sie gehört zur Familie der Kastenhalslauten
  • .
Das sogenannte Organistrum war die Frühform der Drehleier und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Drehleier enthält ein Rad, das mittels einer Kurbel angetrieben wird. Dieses Rad streicht die einzelnen Saiten an, über Tasten kann dann zusätzlich die Tonhöhe bestimmt werden.
Das ursprünglich aus Frankreich stammende Saitentambourin ist mit 12 bis 48 Saiten bespannt und wird mit einem Schlägel angeschlagen. Drei Saiten liegen dabei immer dicht beieinander, so dass sie einen Akkord ergeben. Das Saitentambourin war bereits im Mittelalter ein beliebtes Begleitinstrument.
Die Fidel, die Gambe und das Rebec können allesamt als Vorgänger der Violine angesehen werden.
  • Das Rebec hat seinen Urspung in Spanien und kam vermutlich im Mittelalter nach Mitteleuropa.
  • Die Gambe war im 16. und 17. Jahrhundert besonders beliebt und wurde in Streichorchestern und für Kammermusik eingesetzt. Das Streichinstrument mit sechs Saiten wird beim Spielen zwischen den Beinen gehalten, ähnlich dem Cello.
  • Die Gambe wurde Ende des 15. Jahrhunderts erfunden und entwickelte sich aus der Fidel und der Rebec.
Schlaginstrumente
Sehr früh entstanden auch Schlaginstrumente, wie zum Beispiel die Schnurtrommel, die Gürtelpauke, die Strohfidel und die Einhandtrommel.
  • Bei der Strohfidel handelt es sich aber keinesfalls um eine Violinenart, sonder um eine Art Xylophon, das auf Strohrollen gelagert wurde.
  • Einhandtrommeln waren vor allem im Mittelalter sehr beliebt. Mit einem Riemen wurde das Instrument am Handgelenk befestigt, um es dann mit einem Schlägel zu spielen. Die Einhandtrommel war ebenso mit Kalbfell bespannt, wie die Schnurtrommel und die Gürtelpauke.
  • Die Gürtelpauken erhielten ihren Namen, weil sie am Gürtel befestigt wurden. Sie bestanden aus einem Kupferkessel, der mit Kalbfell bespannt wurde. Der Durchmesser betrug allerdings nur etwa 20 cm, so dass das Instrument mit den heutigen Pauken nicht zu vergleichen ist.
  • Schnurtrommeln gab es in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Sie bestanden aus einem Holzkorpus, auf den mittels Schnüren ein Kalbfell gespannt wurde.
Blasinstrumente
Das Horn hat auch eine lange Geschichte, auch wenn es sich im Laufe der Zeit sehr verändert hat.
Am Anfang benutzten die Menschen Tierhörner von Rindern, Ziegen und Schafen. Daraus entwickelten sich später die Trompete, Posaune und das Waldhorn.
Die Schalmei ist ein Holzblasinstrument, das im Mittelalter entstand, und sechs oder sieben Grifflöcher hat. Die Schalmei kam ursprünglich aus dem Orient und war ein Vorläufer der Oboe.
 
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