Altötting, geprägt durch Kelten, Römer und Bajuwaren

Altötting – oder das „Herz Bayerns“, wie Papst Benedikt XVI. es nannte – liegt im Alpenvorland zwischen Passau, Salzburg und München, etwa drei Kilometer südlich des Inns. Obwohl es sich bei Altötting um eine Kreisstadt handelt, ist die Stadt mit einer Einwohnerzahl von 12.650 Menschen recht überschaubar und gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden.
Erste Anfänge einer Siedlung im heutigen Gebiet Altöttings lassen sich bis in die Zeit der Urnenfelderkultur (ca. 1250 bis 750 v. Chr.) zurückverfolgen, wobei die urkundliche Erwähnung erstmals im Jahr 748 unter dem Namen „Autingas“, der lateinischen Form von „Ötting“, stattgefunden hat. Es wird angenommen, dass der Name der Stadt auf einen bajuwarischen Stammesfürsten namens Auto oder Oto zurückzuführen ist, der als Erster in dem Gebiet siedelte. Die Unterscheidung zwischen Altötting und Neuötting begann erst im 13. Jahrhundert, in der Zeit, als sich Neuötting zunehmend als Handelsplatz am Inn etablierte.
Altötting ist einer der sechs bedeutendsten Marienwallfahrtsorte in ganz Europa und seit mehr als 500 Jahren der bedeutendste Marienwallfahrtsort in Deutschland. Jährlich zieht es rund 1,3 Millionen Pilger in die Stadt, darunter waren auch Papst Pius VI. im Jahr 1782, Johannes Paul II. im Jahr 1980 und Benedikt XVI. im Jahr 2006. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass Besucher in Altötting eine Reihe historischer und religiöser Sehenswürdigkeiten erwartet. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang insbesondere der Kapellplatz und die Gnadenkapelle im Stadtzentrum, die Stiftskirche, die Anbetungskirche Hl. Kreuz, der Grabaltar in der Kirche St. Konrad, die päpstliche Basilika St. Anna, das barocke Kapuzinerkloster St. Magdalena, sowie die aus Lindenholz gefertigte „Schwarze Madonna“.
Doch auch Liebhaber von Kunst und Museen kommen nicht zu kurz. In der „Neuen Schatzkammer“ im Haus Papst Benedikt XVI. kann der berühmte „Goldene Rössl“ (um 1400) bewundert werden. Darüber hinaus gibt es das 1200 m² große, historische „Jerusalem-Panorama“ (1903), sowie regelmäßig wechselnde Ausstellungen in der Stadtgalerie. Auf dem Kapellplatz wird im Altöttinger Marienwerk im Rahmen der „Dioramenschau Altötting“ mit Hilfe von über 5000 handmodellierten Tonfiguren in 22 dreidimensionalen Großbildern die über 500-jährige Geschichte des Wallfahrtsorts Altötting präsentiert. Auch die „Mechanische Krippe“ mit ihren über 130 geschnitzten Figuren aus den Jahren 1926 bis 1928 ist einen Besuch wert. Viele der Figuren sind elektrisch angetrieben und stellen in eindrucksvoller Weise die Geburt Christi und das Leben zur damaligen Zeit in Bethlehem dar.
Detaillierte Informationen zu Altötting, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten findet man auf der offiziellen Homepage der Stadt unter http://www.altoetting.de oder beim Altöttinger Wallfahrts- und Verkehrsbüro unter folgenden Kontaktdaten:
Wallfahrts- und Verkehrsbüro
Kapellplatz 2a
84503 Altötting
Tel. +49 (0)8671 / 5062 -19
Tel. +49 (0)8671 / 5062 -38
Fax. +49 (0)8671/85858
E-Mail: touristinfo@altoetting.de

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