Die Geschichte der Festspielsadt Bayreuth
Bayreuth ist eine Stadt in Oberfranken, die vor allem wegen der jährlich stattfindenden Wagner Festspiele weltweit bekannt ist. Die Stadt ist Sitz der Regierung von Oberfranken. Bayreuth hat etwa 72500 Einwohner (Stand 31. Dezember 2009). Bayreuth liegt zwischen der Fränkischen Schweiz und dem Fichtelgebirge. Durch die Stadt fließt der Rote Main, einer der beiden Quellflüsse des Mains. Bayreuth liegt im Durchschnitt auf einer Höhe von 345 Metern über dem Meeresspiegel.Bayreuth wurde im Jahr 1194 erstmals erwähnt. Das Stadtrecht wurde Bayreuth vermutlich zwischen 1200 und 1230 verliehen. Das Münzrecht erhielt die Stadt durch den Burggrafen Friedrich V. bereits 1361. Bayreuth wurde im Laufe der Zeit mehrmals durch Brände sowie Überfälle – etwa durch die Hussiten im Jahr 1430 – stark verwüstet. Im Jahre 1603 verlegte Markgraf Christian die Residenz von der nahegelegene Plassenburg nach Bayreuth und leitete damit einen Wendepunkt in der Geschichte der Stadt ein.
In der Regierungszeit des Markgrafenpaars Friedrich und Wilhelmine zwischen 1735-1763 erlebte Bayreuth einen stadtgeschichtlichen Höhepunkt. Zahlreiche repräsentative Gebäude entstanden während dieser Zeit. Nach der Ära der Markgrafen wurde Bayreuth im Jahr 1791 zu einer preußischen Provinz. Zwischen 1806 und 1810 war Bayreuth eine Provinz des französischen Kaiserreichs. Am 30. Juni 1810 wurde die Stadt dann schließlich an das Königreich Bayern übergeben.
Bayreuth verfügt über zahlreiche historische Bauwerke. Das ab 1753 erbaute Neue Schloss gehört mit seinem Park, dem 13 Hektar großen Hofgarten, heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besucher dieser ehemaligen Residenz der Bayreuther Markgrafen können die markgräflichen Prunkräume besichtigen. Außerdem sind im Schloss eine Gemäldegalerie, ein archäologisches Museum, die Sammlung Bayreuther Fayencen sowie das Museum „Das Bayreuth der Wilhelmine“ untergebracht.
Die ab dem Jahre 1715 entstandene Parkanlage Eremitage beherbergt das Alte Schloss sowie weitere kleinere Gebäude. Markgraf Friedrich schenkte seiner Gattin im Jahre 1735 die Eremitage, welche sie darauf hin erweiterte. Die Eremitage verfügt über eine sehenswerte Orangerie sowie über eine Grotte mit Wasserspielen.
Das Markgräfliche Opernhaus wurde zwischen 1744 und 1784 erbaut und ist eines der wenigen Theater- und Operngebäude aus dieser Zeit, die noch im Original erhalten sind. Das Innere des Theaters ist komplett aus Holz gefertigt. Es gilt als das schönste noch erhaltene Barocktheater Europas. Es ist offiziell als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen worden.
In der Stadt befinden sich zahlreiche sehenswerte Kirchen, so beispielsweise die Schlosskirche mit ihrem achteckigem Glockenturm.
Museen
Das Festspielhaus kann besichtigt werden. Eine vorherige Anmeldung zur Führung wird empfohlen, da diese nicht regelmäßig stattfinden. Im Haus Wahnfried, Richard Wagners Wohnhaus, ist heute ein Museum untergebracht.
In Bayreuth befindet sich das Deutsche Freimaurermuseum, in dem die Geschichte und das Brauchtum der Freimaurer dargestellt werden.
Im Brauerei- und Büttnereimuseum können Besucher alles über das Bierbrauen erfahren. Das Museum erhielt 1988 einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde als umfangreichstes Biermuseum. Darüber hinaus verfügt Bayreuth über viele kleinere Museen, wie etwa das Urweltmuseum, das Naturkundemuseum oder das Plakatmuseum.
Auf der Internetseite der Stadt können sich Touristen eingehend über Bayreuth informieren. Darüber hinaus steht die Tourist-Information unter der Hotline (0921) 88588 für Auskünfte zur Verfügung.