Historische Stadt Nürnberg

Reiseführer zur historischen Stadt Nürnberg

Die kreisfreie Stadt Nürnberg liegt im Bundesland Bayern. Die Stadt wird von einem Fluss, der Pegnitz geteilt. Sie ist mit über 500 00 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2009) Bayerns zweitgrößte Stadt. Nürnberg grenzt an den Reichswald im Osten und im Westen an Schwabach, Erlangen und Fürth.

Die Stadt wurde zwischen 1000 und 1040 gegründet und diente Kaiser Heinrich III. und Heinrich IV. als Verwaltungssitz. In den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges wurde Nürnberg stark zerstört. Bis 1803 bewahrte sich die Stadt ihre Unabhängigkeit, wurde aber bald von Frankreich besetzt. 1806 übergaben diese den Ort an Bayern und die Menschen erlebten einen wirtschaftlichen Aufschwung. Erst zu Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde Nürnberg durch Luftangriffe wieder zerstört. Nach dem Krieg fassten die Einwohner abermals neuen Mut und rasch erlebten sie ein neues Wirtschaftswunder, als sich namhafte Firmen entwickelten. Noch heute sind die Spuren an sehenswerten Bauwerken sichtbar, in den letzten Jahren wurden sie aufwendig restauriert.

Die Kirchen der Stadt erzählen dem Betrachter eine lange Geschichte. Aus Zeiten der Romanik und Gotik besitzen sie, nicht nur bei Liebhabern dieser Epoche, einen hohen Stellenwert. Die Sebalduskirche, Frauenkirche und die Lorenzkirche sind die schönsten Kirchen der Stadt Nürnberg. Die aufwendig verzierten Außenfassaden laden den Betrachter ein, auch das prunkvolle Inventar zu begutachten. Ein weiteres Baudenkmal ist das Pellerhaus aus der Zeit der Renaissance. Heutzutage wird es als Bibliothek genutzt. Die Fleischbrücke stammt ebenfalls aus dieser Zeit, sie führt über die Pegnitz und ist bogenförmig gebaut worden. Eine besondere Attraktion ist das gewaltige Nürnberger Rathaus, schon alleine wegen des sich dort befindlichen Schönen Brunnens, einer 19 Meter hohen gotischen Kirchturmspitze. In den Kellergewölben des Rathauses können die so genannten Lochgefängnisse, mittels einer Führung, besichtigt werden. Es offenbart sich eine Welt zu Zeiten der Folter, noch heute sind die Zwangsmittel, wie Daumenschrauben, erhalten.

Für die Kunstliebhaber des Barock ist der Neptunbrunnen bedeutend. In der Mitte des Brunnens ragt die bronzene Statue des Gottes Neptun empor, umgeben von Reitern auf Pferden und Nymphen. Ruhe und Erholung findet man in den Hesperidengärten, etwas außerhalb von Nürnberg gelegen. Im Stadtteil St. Johannis wandelt man hier auf Pfaden der griechischen Mythologie.
Im Stil des Neubarock wurde der Hauptbahnhof errichtet, besonders hervorzuheben ist die Außenfassade aus Muschelkalk. Nach Anbruch der Dunkelheit erstrahlt er in glanzvollem Licht und wirkt dann besonders beeindruckend. Es gibt zudem die Möglichkeit, in einem Museum der Stadt mehr über die Geschichte zu erfahren. Das ehemalige Wohnhaus des Malers Albrecht Dürer, das Albrecht-Dürer-Haus, erzählt über sein Leben. In der Kunsthalle und im Germanischen Nationalmuseum sind bedeutende Werke der Kunst und Kultur ausgestellt.

Bedeutungsvolles Wahrzeichen der Stadt ist die Nürnberger Burg. Bestehend aus Burggrafenburg und Kaiserburg bekommt man von ihr einen herrlichen Blick auf die Altstadt. Jedes Jahr ist es Ende November so weit, der Christkindlmarkt wird eröffnet. Der wohl berühmteste und wundervollste Weihnachtsmarkt ist eine einzigartige Attraktion. Hier spürt der Besucher die Atmosphäre der Weihnacht und kostet die Bratwurst und den Glühwein aus Nürnberg. Weitere Informationen über die Stadt und Veranstaltungen erhält man in den Touristinformationen, in der Königsstraße 93 und am Hauptmarkt 18, geöffnet von Montag bis Samstag, 9-18 Uhr und Sonntags von 10-16 Uhr.
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