Eine historische Reise durch das haschemitische Königreich Jordanien

Jordanien ist ein Königreich in Vorderasien, welches zu den so genannten Maschrek-Staaten zählt. Das Land verfügt über eine Gesamtfläche von 97 74 Quadratkilometern. Nach im Jahre 2010 erfolgten Schätzungen sind in Jordanien 6,34 Millionen Menschen beheimatet. Das Landschaftsbild Jordaniens prägen zum Großteil Wüstengebiete. Der tiefste Punkt Jordaniens liegt mit 395 Metern unter dem Meeresspiegel im Jordangraben des Toten Meeres. Die höchste Erhebung bildet der 1 754 Meter hohe Dschabal Ram im ostjordanischen Bergland. In Jordanien überwiegt kontinentales Wüstenklima. Im Nordwesten des Landes herrscht Mittelmeerklima vor. Als beste Reisezeiten gelten die Monate März bis Mai, sowie Oktober und November. Touristen benötigen für die Einreise nach Jordanien einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, sowie ein Visum. Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Empfohlen werden Immunisierungen gegen Diphtherie, Hepatitis A, Tetanus und Polio. In Jordanien wird Arabisch gesprochen, Englisch wird in größeren Hotels und Einrichtungen verstanden. Als Zahlungsmittel gilt der Jordanische Dinar. Für einen Euro erhält man 0,769 Dinar.
Jordanien ist ein altes Siedlungsgebiet und zählte zum Zentrum des biblischen Israel. In vorchristlicher Zeit wurde Jordanien von Nabatäern, Nomaden aus dem nordwestarabischen Raum besiedelt. Im 2. Jahrhundert wurde das Land Teil der römischen Provinz Arabia. Als Muslime das Oströmische Reich im 7. Jahrhundert bei der Schlacht am Jarmuk besiegten, begann Jordanien unter islamische Herrschaft zu geraten. Bis 1918 zählte das Land zum Osmanischen Reich. Seit 1946 ist Jordanien unabhängig. Als Vorreiter des modernen Jordanien erwarb sich der 1999 verstorbene König Hussein große Verdienste.
Die zahlreichen antiken Stätten, das Tote Meer und die Strände am Golf von Akaba zählen zu den beliebtesten Touristenzielen in Jordanien. Jordaniens Metropole Amman bietet ihren Betrachtern ein modernes Bild. Muslime und Christen sind in der lebendigen Metropole friedlich vereint, vielerorts wird europäisches Flair spürbar. Die ausgesprochen intakte Zitadelle, sowie das Theater zeugen von römischer Besiedlung. Exotisches Treiben herrscht auf dem traditionellen Suq, unweit der Hussein Moschee. Im Archäologischen Museum lassen sich vielfältige Ausgrabungsfunde aus dem Nahen Osten bewundern.
Die Universitätsstadt Irbid gilt als drittgrößte des Landes. Irbid bietet sich als Ausgangspunkt an, das Tal des Jordan zu bereisen und einen Abstecher in die antike Stadt Abila zu unternehmen. Ein Erdbeben zerstörte Madaba im 8. Jahrhundert. Bei einer erneuten Besiedlung im ausgehenden 19. Jahrhundert konnten kostbare Mosaike freigelegt werden, welche in einer Ausstellung zu besichtigen sind. Als bedeutendster Fund gilt das Mosaik von Madaba, welches eine Landkarte Palästinas im 6. Jahrhundert abbildet und in der griechisch-orthodoxen Kirche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Die größte Sehenswürdigkeit Jordaniens ist die Felsenstadt Petra. Die einstige Hauptstadt der Nabatäer kann seit dem beginnenden 20. Jahrhundert von Touristen besucht werden. Die aus dem Fels geschlagenen Grabtempel sind hervorragend erhalten. Die antike Stadt Gerasa beeindruckt mit einem 160 Meter langen Tempel der Artemis und einem Triumphbogen Kaiser Hadrians. Weiterhin lassen sich in der einstigen römischen Handelsmetropole zahlreiche Überreste von Gotteshäusern aus dem 5. bis 7. Jahrhundert finden.
Aktivurlauber haben in Jordanien die Möglichkeit, das Wadi Rum für sich zu entdecken. Jeeptouren durch die bizarren Granit- und Sandsteinformationen sind ebenso beliebt wie Wanderungen oder Reitausflüge. Aqaba ist der einzige Seehafen Jordaniens und gilt als Tauchermekka am Roten Meer.

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