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Auf einem Muschelkalkplateau, hoch über dem Tal der Tauber, liegt etwa 60 Kilometer westlich von Nürnberg die faszinierende Stadt Rothenburg ob der Tauber, die Dank ihres mittelalterlichen Bildes jährlich unzählige Besucher anlockt. Mauern, Tore und Türme bestimmen die Kulisse der alten Reichsstadt, in der noch heute der Geist der Klöster, Ritter und Patrizier zu spüren ist. Bekannte Maler, wie Ludwig Richter und Carl Spitzweg nutzten Rothenburg ob der Tauber als ihr Idyll, das sowohl aus dem Tal der Tauber vor der wieder aufgebauten Doppelbrücke als auch in den unscheinbaren Gässchen innerhalb des Mauerrings einmalige Motive bot und heute noch bietet.
Die Stadt, in der Ende 2009 exakt 11.053 Einwohner lebten, ist mit ihrer Lage wenige Kilometer nördlich der sich kreuzenden Autobahnen A6 und A7 jederzeit bequem erreichbar. Die Geschichte Rothenburgs ob der Tauber reicht bis ins frühe Mittelalter zurück, so dass bereits im 11. Jahrhundert die Grafen von Comburg-Rothenburg in ihm residierten und sechs weitere Städte mit ihrem Namen gründeten. 1274 zur Freien Reichsstadt erhoben und in der Zeit vom 13. bis ins 16. Jahrhundert wehrhaft befestigt und ausgebaut, blieb die weitere Entwicklung von Rothenburg ob der Tauber nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges förmlich stehen. Diesem Stillstand und dem Verlust seiner ehemaligen Bedeutung verdankt die Stadt in erster Linie den Erhalt der alten Bausubstanz. 1803 wurde sie Teil von Bayern. Im Zweiten Weltkrieg wie so viele Städte bombardiert, blieben ihre bedeutendsten Bauwerke jedoch erhalten. Andere wurden später originalgetreu wieder aufgebaut.
Die innere Altstadt von Rothenburg ob der Tauber schließt sich an die Burgmauer an. Von der einstigen Reichsburg sind außer der Mauer nur die Blasiuskapelle, das Burgtor als ältestes Tor der Stadt und der Burggarten erhalten, von dem aus sich ein schöner Blick in das Taubertal ergibt. Vom äußeren Mauerring und seinen Befestigungsanlagen ist die ganze Stadtmauer mit über 30 Tor- und Mauertürmen erhalten. Im Zentrum der Kleinstadt befindet sich das aus einem gotischen Teil und einem Renaissanceteil bestehende Rathaus sowie die Ratstrinkstube, ein Gebäude aus dem Jahr 1446.Nicht weit davon reckt die gotische Pfeilerbasilika der St.-Jakobs-Kirche ihre zwei Türme in die Höhe. Neben herrlichen Glasfenstern und historisch wertvollem Chorgestühl ragt unter den Altären der berühmte Schnitzaltar von Tilmann Riemenschneider heraus. Weiter befinden sich in der inneren Altstadt die ehemalige Franziskanerkirche und das Reichsstadtmuseum in einem ehemaligen Dominikanerkloster, in dem unter anderem Gemälde, Möbel und Handwerkergeräte aus dem Rothenburger Raum zu sehen sind.
Von den Türmen und Toren des äußeren Mauerrings in Rothenburg ob der Tauber sind der Markusturm mit dem Röderbogen, der Angstturm mit dem Verlies für Schwerstverbrecher und Plönlein und Siebertsturm vor dem Kobolzeller Tor besonders sehenswert. Jedoch muss bei einem Rundgang durch Rothenburg ob der Tauber mit dem Begriff "besonders sehenswert" sehr zurückhaltend umgegangen werden, da so ziemlich jedes, oft mit Fachwerk verzierte Haus, jede Gasse und viele Tore und Türme begehrte Fotomotive darstellen.
Schließlich sollte ein Besuch von Rothenburg ob der Tauber nicht ohne einen Abstecher zu dem berühmten ganzjährigen Weihnachtsmarkt in der Herrengasse oder zu den interessanten Exponaten im Kriminalmuseum verlaufen. Weitere Auskünfte und Informationen sind im Rothenburger Tourismus Service am Marktplatz der Stadt oder telefonisch unter 49(0)9861 404-800, 49(0)9861 404-800 und im Internet unter info@rothenburg.de zu erhalten.

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