Ein historischer Abriss der Entwicklung Syriens

Syrien zwischen Heiligem Land und Maschrek

Syrien ist ein Land in Vorderasien. Als Teil des Maschrek grenzt es an die Länder Libanon, Israel, Jordanien, an die Türkei und an den Irak. Syrien ist 185180 km² groß, was etwa der Hälfte Deutschlands entspricht. Im Juli 2006 waren in Syrien 20102361 Einwohner registriert.
Die Landschaft in Syrien ist von Wüsten und Gebirgen geprägt. Des Weiteren verfügt Syrien über einen Küstenstreifen am Mittelmeer. Das Alawitengebirge befindet sich im Abstand von etwa 20 Kilometern parallel zur Mittelmeerküste. Einer der höchsten Berge Syriens ist der 2814 Meter hohe Dschabal asch-Schaich, der ein Teil des Antilibanon-Gebirges darstellt. Die Syrische Wüste erstreckt sich im Südosten, bzw. im Osten und befindet sich auf einer Hochebene. Der 325 Kilometer lange Orontes und der 676 Kilometer lange Euphrat sind die wichtigsten Flüsse Syriens.
Syrien ist ein Land mit einer Jahrtausende alten Tradition. Eine Reise nach Syrien gestaltet sich deshalb insbesondere für jene Menschen sehr interessant, die sich für Kultur und orientalische Geschichte interessieren. So wurde das vorderasiatische Land bereits vor etwa 10 000 Jahren besiedelt, bevor circa 2500 vor der Zeitrechnung die ersten Semiten von der Arabischen Halbkugel kommend Syrien bevölkerten. Zu diesen Völkern gehörten die Kanaaniter, die Aramäer und die Amoriter. Auf Grund seiner zentralen Lage fungierte Syrien als Verbindungsglied zwischen den frühen Hochkulturen Ägypten und Mesopotamien und gelangte dadurch auch immer wieder unter eine fremde und stetig wechselnde Obrigkeit. So besaßen zum Beispiel zeitweise die Assyrer, die Perser, die Ägypter, die Mitanni, die Hethiter sowie die Akkader die Herrschaft über Syrien.
Als Alexander der Große Syrien eroberte, war das Land in der Zeit von 301 bis 64 vor der Zeitrechnung ein Teil des Seleukidenreichs. Danach fiel Syrien an das Byzantinische Reich.
Im Jahr 634 wurde Syrien von den muslimischen Arabern erobert, im Zuge dessen insbesondere unter dem Umayyaden-Kalifen Mu`awiya während der Zeit von 661 bis 680 Syrien zu einem der bedeutendsten Länder des Orients avancierte. So wurde im Jahr 661 das Kalifat nach Damaskus verlegt, wodurch die auch heute noch als Hauptstadt Syriens fungierende Metropole zur dritten Heiligen Stadt erklärt wurde. Damaskus ist auch heute noch eine Stadt von großer Bedeutung. Ein Besuch von Damaskus ist an und für sich für jeden Reisenden obligatorisch, der nicht das Gefühl haben möchte, bei seinem Aufenthalt in Syrien etwas versäumt zu haben. Zu den Sehenswürdigkeiten der am Ostfuß des Antilibanon gelegenen Stadt gehört unter anderem die Omaijaden-Moschee. Das Bild der Altstadt ist von idyllisch verwinkelten Gassen und zahlreichen historischen Bauwerken gekennzeichnet.
Neben Damaskus existieren in Syrien sehr viele weitere Orte, die sehr interessant sind. Mit Sicherheit sehenswert sind zum Beispiel die noch immer sehr beeindruckenden Ruinen der Oasenstadt Palmyra, die im Zentrum der Wüste zwischen dem Euphrat und Damaskus liegt. Des Weiteren befinden sich im westlich gelegenen Hügelland zahlreiche Burgen aus dem Mittelalter. Der im Süden befindliche Hauran-Bezirk fasziniert nicht nur durch eine sehr reizvolle Landschaft, sondern auch durch die Ruinen von Bosra. Darüber hinaus existieren am Euphrat mehrere Ausgrabungsstätten mit sehenswerten Schätzen aus der Antike.
Auf der Webseite www.Syriatours.de und unter www.konsulate.de/.../info_syrisches_fremdenverkehrsamt.php können sich Reisewillige ausführlicher über das Land Syrien informieren.

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