Die Geschichte Tunesiens von den Berbern zu den Phönizierns und Karthago
Tunesien ist ein afrikanisches Land, dessen Beliebtheit unter Touristen in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist. Es liegt im äußersten Nordafrika und grenzt im Norden sowie im Osten an das Mittelmeer. Die Mittelmeerküste des Landes hat eine Länge von circa 1300 Kilometern. Westlicher Nachbar ist Algerien, im Südosten wird Tunesien zusätzlich von Libyen begrenzt. Die offizielle Hauptstadt ist Tunis. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern ist Tunesien mit einer Fläche von 163.610 km² ein relativ kleines Land. Derzeit leben in Tunesien etwa 10.276.158 Millionen Menschen (Stand: 2007).Im Laufe seiner Geschichte wurde das Land von vielen verschiedenen Völkern beeinflusst. Ursprünglich von den Berbern besiedelt, gründeten um 800 v.Chr. die Phönizier erste Niederlassungen an der tunesischen Küste. Besonderen Ruhm erlangte die von ihnen erbaute Stadt Karthago, die innerhalb von 150 Jahren zur afrikanischen Großmacht wurde. Berühmt ist die Stadt durch seinen Konflikt mit dem erstarkenden Römischen Reich, welcher in den drei Punischen Kriegen gipfelte. Nach einer Niederlage im dritten Punischen Krieg wurde die Stadt jedoch zerstört. Das umliegende Land wurde von den Römern in ihre Provinz Africa integriert. Mit der Ankunft von Siedlern breitete sich auch das Christentum bis zur Arabisierung im 7.Jahrhundert n.Chr. aus. Bis ins 12.Jahrhundert erlebte die Region eine kulturelle Blütezeit. Viele der damaligen Bauwerke sind auch heute noch erhalten. Vom 16.Jahrhundert bis zum Ende des 19.Jahrhunderts war Tunesien Teil des Osmanischen Reiches. Danach begann die Kolonialzeit und die Franzosen zwangen den Tunesiern ihr Protektorat auf. Seine Unabhängigkeit erlangte das Land 1956, seitdem wird die Republik von einer Einheitspartei regiert.
Durch seine politische Stabilität erfreut sich Tunesien in allen Bereichen des Tourismus großer Beliebtheit. Hier sind vor allem die großen Badezentren an der Mittelmeerküste sowie die Städte Sfax, Sousse, Hammamet oder die Insel Djerba zu nennen. Sousse wurde zur selben Zeit wie Karthago erbaut und ist heute die drittgrößte Stadt Tunesiens. Berühmt ist die Stadt durch seine Kasbah, eine Befestigungsanlage, die über der Stadt thront und dem UNESCO Weltkulturerbe angehört. Weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Altstadt mit dem alten Wachturm, der großen Moschee und dem Ribat. Die Stadt Hammamet war bereits bei den Römern ein beliebter Kur - und Badeort. Neben dem angenehmen Seeklima ist die Stadt vor allem für ihre weißen Sandstrände bekannt.
Tunesien ist ein islamisch geprägtes Land, gilt aber aufgrund seiner politischen Stabilität als sicheres Urlaubsland und kann bedenkenlos bereist werden. Landschaftlich ist das Land geprägt von der angrenzenden Sahara Wüste, bietet jedoch auch einige grüne Oasen und Landschaften. Daneben hat das Land viele historische Sehenswürdigkeiten aus der griechisch/römischen Epoche zu bieten.