Historischer Weihnachtsmarkt Dresdner, München, Nürnberg und Leipzig

Weihnachtsmärkte in Deutschland

In Deutschland ist es seit langer Zeit Brauch und Sitte, um die Weihnachtszeit einen Weihnachtsmarkt zu gestalten. Dieser hatte im Volksmund auch Namen wie Christkindelmarkt, Glühweinmarkt oder einfach nur Adventsmarkt. Der ursprüngliche Sinn und Zweck eines solchen Marktes war, dass sich die Leute noch vor Beginn der Winterszeit mit jeglichen Lebensbedarf eindecken konnten. Leider sind heute wie damals die meisten Weihnachtsmärkte zum Heiligen Abend schon geschlossen. Heute ist ein Weihnachts- oder Christkindelmarkt aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Selbst kleinste Gemeinden lassen sich diesen Besuchermagnet nicht entgehen und sind bemüht, in dieser Zeit ein fröhliches Treiben zu organisieren. Es gibt aber Städte, die für ihren Weihnachtsmarkt einen sehr guten Ruf haben und aus diesem Grund gibt es regelrechte Besucherströme, die zu diesen Weihnachtsmärkten kommen. Hier sind ein paar Beispiele für die schönsten Weihnachtsmärkte.

Der Dresdner Striezelmarkt
In Dresden gibt es viele schöne überlieferte Traditionen, aber die schönste ist bestimmt der Dresdner Striezelmarkt, dessen Existenz man in das Jahr 1434 zurück führen kann. Seit dem wird in jedem Jahr der vorweihnachtliche Markt durchgeführt und er ist nachweislich einer der ältesten Märkte dieser Art in Deutschland. Es gibt auch viele Überlieferungen zu der Entstehung und dem Werdegang dieses Marktes. Von den sächsischen Herzögen Friedrich II. und Sigismund wurde am 19.10.1434 ein Privileg erlassen, welches erlaubte, dass am Tag vor „Heilig Abend“ ein Markt abgehalten werden durfte. Zunächst wurde nur der Festtagsbraten zum Ende der adventlichen Fastenzeit verkauft, aber im Laufe der Jahre wurden immer mehr und andere Waren angeboten. Ein besonders beliebter Artikel war der Striezel, ein etwas einfacher Vorgänger des berühmten Dresdner Stollens. Einst nur aus Mehl, Hafer und Wasser bestehend, wurde der Striezel im Laufe der Zeit mit immer reicheren Zutaten verbessert und verfeinert. Auch heute ist der Dresdner Stollen, oder Striezel, eine Hauptattraktion zwischen den nun angebotenen Waren. Aber auch alte Handwerke stellen sich hier vor. So zum Beispiel die Holzschnitzer mit Figuren aus dem Erzgebirge, erstmals belegt im Jahr 1644. Im Laufe der Zeit wurden die Nussknacker und die Weihnachtspyramiden, Kerzenleuchter und auch Krippendarstellungen zu den bekanntesten Erzeugnissen aus dem Erzgebirge, die hier auf dem Striezelmarkt angeboten werden. In jedem Jahr kann man über 230 Stände auf dem Altmarkt zählen und die Bedürfnisse der heutigen Zeit lassen sich gut mit den alten Traditionen verbinden und darstellen. Viele beliebte Erzeugnisse aus der Region, wie die Pulsnitzer Pfefferkuchen, Keramik und der beliebte Blaudruck aus der Lausitz oder auch Produkte der Glasbläser aus Lauscha werden auf dem Striezelmarkt ihre Käufer finden.
Der Striezelmarkt wurde in den Jahrhunderten zu einer immer größer werdenden Attraktion. Im 16.Jahrhundert dauerte der Markt schon eine Woche und wurde durch Glockenläuten eröffnet. Der heutige Striezelmarkt beginnt schon am Vorabend des Ersten Advents und dauert bis Heiligabend. Eine Besonderheit gibt es noch, fällt nämlich der 4. Advent auf Heiligabend, dann wird der Striezelmarkt schon eine Woche früher eröffnet.

Weihnachtsmärkte in München

Der Münchner Adventsmarkt - "Münchner Kindl"
Auch dieser Weihnachtsmarkt hat seinen Ursprung im späten Mittelalter. Bereits 1410 erwähnten Schriften einen „Nikolausdult“. In der heutigen Zeit wird der Weihnachtsmarkt mit den Traditionen aus dem Mittelalter verbunden und auf dem Wittelsbacherplatz findet zum sechsten Mal in Folge der Mittelalter-Weihnachtsmarkt statt, der sich zu einem sehr beliebten Treffpunkt entwickelt hat. Der Besucher kann hier für vier Wochen in ein sehr historisches, aber auch sehr lebendiges Mittelalter eintauchen und altertümliche kulinarische Genüsse erleben. Probiert werden Suppen nach Rezepten von Hildegard von Bingen, oder ofenfrisches Steynbrot aus der Bäckerey, oder man greift zum gegrillten Keltenspieß, Rostbratwürsten und frisch zubereitete Mehlspeisen wie Schmalznudeln, Dampfnudeln oder Pfannkuchen. Zum Runterspülen werden Getränke wie Drachenglut, die bekannte Feuerzangenbowle, Bier und Würzwein gereicht, während die Kleinsten sich mit dem Zwergentrunk und anderen Knappensäften das Leben versüßen können.

Der Münchner Christkindlmarkt
Der größte Christkindlmarkt in München ist der am Münchner Marienplatz, bekannt seit 1642. Hier findet man ca. 150 Stände, die mit ihren Angeboten Jahr für Jahr ca. 3 Millionen: Besucher anlocken. Man findet hier neben vielfältigen anderen Produkten die beliebten Oberammergauer Schnitzereien und Nürnberger Lebkuchen. Ein fast 30 m hoher Christbaum wird jedes Jahr mit etwa 2500 Lichtern geschmückt und ist jedes Jahr ein Geschenk eines Ortes in In- oder Ausland. Auch dieser Markt hat von 1. Advent bis Heilig Abend geöffnet.

Münchner Kripperlmarkt
Noch eine Münchner Besonderheit ist in der Fußgängerzone am Rindermarkt zu finden. Es ist der Kripperlmarkt, auf dem hauptsächlich Krippenfiguren angeboten werden, die entweder handgeschnitzt oder industriell hergestellt werden. Zu diesen Figuren gibt es natürlich auch die passenden Krippen, Bastelzubehör und natürlich auch deftige Bratwürste, der obligatorische Glühwein, Pfefferkuchen und viel Süßes für den Weihnachtsteller. Das Highlight ist die 15m hohe erzgebirgische Weihnachtspyramide, um die alle Stände herum aufgebaut sind.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt
Auch dieser Weihnachtsmarkt hat unter den Weihnachtsmärkte in Deutschland hat eine traditionelle Geschichte und zählt ebenfalls zu den ältesten Märkten in Deutschland. Eine erste Erwähnung des Weihnachtsmarktes stammt aus dem Jahr 1628, und auch er war in erster Linie zur Bevorratung für die Wintermonate gedacht. Seine Geschichte und seine Entwicklung gleicht dem anderer Märkte, wie zum Beispiel in München. Heute umfasst der Christkindelmarkt ungefähr 160 – 180 Verkaufsstände, an denen man alles rund ums Weihnachtsfest kaufen kann. Geschenke für die Familie und für die Freunde, Gestaltungsmaterial für den Weihnachtsbaum und vieles andere. Für das leibliche Wohl sorgen Nürnberger Lebkuchen und Glühwein, sowie deftige Speisen und ein gutes Bier. Auch dieser Weihnachtsmarkt ist sehr bekannt und immer gut besucht, denn jedes Jahr kann Nürnberg ungefähr zwei Millionen Besucher begrüßen. Dieser Markt wird jeweils freitags vor dem ersten Advent eröffnet und schließt am 24. Dezember.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt
Auch Leipzig hat einen historisch alten Weihnachtsmarkt und besondere Geschenke zu bieten. Schon im Jahre 1458 fand der erste Weihnachtsmarkt statt, aber bestimmt nicht in der Größe, wie der jetzige Weihnachtsmarkt. Mit knapp 250 Ständen kann er sich zu den größten Weihnachtsmärkten in Deutschland dazu zählen. Er befindet sich im Zentrum Leipzigs, dem Marktplatz und seinen angrenzenden Straßen. Für die Kinder bietet der Weihnachtsmarkt viel Abwechslung, die Jahr für Jahr variieren. Leider ist ein zweistöckiges historisches und wertvolles Karussell abgebrannt, welches ein besonderer Höhepunkt auf dem Weihnachtsmarkt war. Eine andere Attraktion ist aber ein 857 m² großer freistehender Adventskalender. Auch ein Märchenland ist ein schöner Bestandteil des Weihnachtsmarktes für die Kinder und auch eine Weihnachtskrippe mit echten Schafen bereitet den Kindern Freude. Auch für das leibliche Wohl ist auf diesem Weihnachtsmarkt bestens gesorgt, ein schöner großer Weihnachtsbaum und stimmungsvolle Musik rundet das Erlebnis „Weihnachtsmarkt“ wunderbar ab.
--------------------------
--------------------------
(c) 2007 - 2012 by Online Marketing webcontractor e.K. | Impressum | Datenschutz