Stadtgeschichtliches aus Würzburg
Die im bayerischen Regierungsbezirk in Unterfranken gelegene kreisfreie Stadt Würzburg ist die fünftgrößte Stadt in Bayern. Würzburg ist des Weiteren der Regierungssitz von Unterfranken sowie die Hauptstadt des Bezirks. Die im Maindreieck liegende Stadt wird zu beiden Seiten von dem Fluss umflossen. Das Maintal ist durch das Klima begünstigt, denn hier ist es zumeist ein wenig wärmer als im übrigen Teil Frankens. Die Einwohnerzahl lag am 31. Dezember 2009 bei 133195 gemeldeten Personen.Westlich der Stadt thront die von Weinbergen umgebene Festung Marienberg auf einer Muschelkalkplatte. Zu den angrenzenden Gemeinden zählt unter anderem Veitshöchheim, das als Faschingshochburg und durch seinen Barockgarten bekannt ist. Die Bezirkshauptstadt kann auf eine über 1300-jährige Geschichte zurückblicken. So befand sich bereits vor etwa 3000 Jahren auf dem Marienberg eine keltische Fliehburg. Nach der Völkerwanderung wurde das Gebiet von den Alemannen besiedelt, bevor im 6., bzw. 7. Jahrhundert die Franken kamen. Circa um 650 wurde Würzburg schließlich der Herzzogssitz der Merowinger. Gegen Mitte des 12. Jahrhunderts hielt sich Friedrich I. Barbarossa in Würzburg auf.
Würzburg ist besonders reich an Theatern und Galerien. Das kulturelle Angebot gestaltet sich diesbezüglich sehr vielfältig. So werden beispielsweise im Mainfranken Theater klassische Theaterstücke ebenso gezeigt wie Musik- und Ballettvorführungen. Im Bockshorn hingegen, das sich im Kulturspeicher in einem älteren Hafengebäude befindet, werden vor allem Kabarett-Vorführungen, Musik und Chansons geboten. Im Boulevardtheater „Chambinzky“ werden Volksstücke, Komödien und Musicals gezeigt. Experimentaltheater kann man in Würzburg sowohl vom Ensemble des „Theater am Neunerplatz“ als auch vom „theater ensemble“ erleben. Hier werden dem kulturinteressierten Menschen vor allem satirische und politische Stücke präsentiert. Des Weiteren gelangen auch Kinderstücke, absurdes Theater, Komödien und Dramen zur Vorführung. Darüber hinaus existiert in Würzburg noch das „Würzburger Kasperhaus“, das „Plastische Theater Hobbit“, das Jugendtheater „Spielberg“, die „Werkstattbühne“, das Tanztheater „blackbox“, der „Kunstkeller Würzburg“ und viele andere Projekte, wobei die Theatergruppe „Die Würzburger Beutelboxer“ im Bereich der unterhaltsamen Improvisation eine Vorreiterrolle inne hat.
Des Weiteren beherbergt die Stadt Würzburg eine Vielzahl interessanter Museen, zum Beispiel das Fürstenbaummuseum, in dem fürstbischöfliche Wohnräume vorgestellt werden und das auf der Festung Marienberg befindliche Mainfränkische Museum, in dem fränkische Kunstwerke gezeigt werden. Im Martin-von-Wagner-Museum befindet sich unter anderem eine stattliche Sammlung an etruskischen und griechischen Vasen sowie Mumien-Sarkophage. Im Mineralogischen Museum Würzburg können hingegen Mineralien, Edelsteine, Erze, Gesteine und Meteoriten besichtigt werden. Als eine der größten Galerien der Stadt beherbergt die Staatsgalerie Würzburg eine stattliche Gemäldesammlung.
In Würzburg existieren sehr viele sehenswerte Baudenkmäler. So ist mit Sicherheit die Festung Marienberg einen Besuch wert, das mit reichlichen Rokoko-Stuckverzierungen versehene Falkenhaus am Oberen Markt, der von Balthasar Neumanns Sohn erbaute „Alter Kranen“ am Kranenkai, das Grab des berühmten Minnesängers Walther von der Vogelweide, das von Christoph Franz von Hutten gegen Ende des 17. Jahrhundert erbaute Huttenschlösschen und natürlich die Würzburger Residenz, die im Jahr 1981 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt wurde. Bei der Würzburger Residenz handelt es sich um ein im Barockstil erbautes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Sehenswert ist auch der Hofgarten der Residenz.
Des Weiteren lohnt sich ein Abstecher zur Volkssternwarte, die im Stadtteil Keesburg zu finden ist. Im Bismarckswäldchen befindet sich außerden, der Bismarckturm, der eine herrliche Aussicht bietet. Weitere Informationen können bei der Touristinformation bei der Adresse tourismus@wuerzburg.de angefordert werden.